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Psychokardiologie

Zusammenhänge zwischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und psychosomatischen Störungen sind seit alters her bekannt und seit einigen Jahrzehnten auch Gegenstand intensiver Forschungen.

Bestimmte Faktoren wie beispielsweise Rauchen und Übergewicht, eine genetische Disposition oder Bluthochdruck erhöhen die Wahrscheinlichkeit für eine Erkrankung des Herzens. Was aber, wenn die Herzpatienten zu keiner dieser Risikogruppen gehören und physisch eher unauffällig sind? Die Bedeutung der psychischen Belastungen wurde in diesem Zusammenhang lange unterschätzt und verkannt. Erst vor wenigen Jahren hat sich mit der Psychokardiologie ein Spezialgebiet etabliert, das diese wechselseitigen Zusammenhänge zwischen psychischen Faktoren und Herzerkrankungen aufdeckt und therapiert.

Herzerkrankungen und psychische Störungen können stark ineinandergreifen. Eine Depression gilt inzwischen als unabhängiger Risikofaktor für die Entstehung einer KHK, es ist aber auch zu bedenken, dass koronare Herzkrankheiten häufig depressiv verarbeitet werden. Eine erfolgreiche und ganzheitliche Prävention und Behandlung der KHK kann nur unter Berücksichtigung psychosozialer Risikofaktoren erfolgen.

Zu den wichtigsten Aufgaben einer psychosomatischen Versorgung in der Kardiologie zählt, das oft dramatische subjektive Krankheitsverständnis des Patienten abzuklären, den Patienten zu entängstigen und gegebenenfalls mit einer Medikation zu stützen.
Tür an Tür bietet das MVZ neben der körpermedizinischen Versorgung mit allen technischen Mitteln durch die Fachärzte für Kardiologie und Innere Medizin auch eine intensive psychosomatische Diagnostik und Behandlung durch die Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie.