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Lungenkrebs

Das Bronchialkarzinom ist eine bösartige Erkrankung, die primär in den Atemwegen also in den Bronchien entsteht. Die häufigste Ursache ist das Rauchen, so sind ca. 90% der Patienten mit einer Lungenkrebserkrankung aktive oder passive Raucher.

Leider gibt es keine Frühwarnzeichen, sodass bei der Erstdiagnose in ca. 60% der Fälle bereits ein fortgeschrittenes Tumorstadium vorliegt. Umso wichtiger ist es, alles daran zu setzen, das Rauchverhalten zu ändern, bzw. möglichst zu verhindern, das insbesondere Jugendliche mit dem Rauchen beginnen.

Hinweise für das Vorliegen einer Lungenkrebserkrankung können ein trockener Husten, manchmal mit blutigem Auswurf, oder ein allgemeines Krankheitsgefühl mit einer Gewichtsabnahme sein. Andere Symptome sind oft unspezifisch und bestehen in Luftnot, Schmerzen oder einem vermehrten nächtlichen Schwitzen.

Es sind verschiedene Untersuchungen erforderlich, wenn es um die Diagnose „Lungenkrebs“ geht. Am Anfang wird in der Regel eine Röntgenaufnahme der Lunge und anschließend eine Computertomografie (CT) des Brustkorbs durchgeführt. Danach ist eine Bronchoskopie (Spiegelung der Atemwege) erforderlich, um eine Gewebeprobe zu entnehmen, damit festgestellt werden kann, um welche Art von Lungenkrebs es sich. Im Weiteren werden noch Untersuchungen (Ultraschall vom Bauch, PET=Positronen-Emissionstomografie, Kernspintomografie vom Kopf ) veranlasst, um zu sehen, ob der Tumor gestreut hat (Metastasensuche).

Welche Therapie schließlich sinnvoll ist, hängt einerseits von der Krebsart, andererseits vom Tumorstadium ab. In den frühen Stadien wird in der Regel eine Operation empfohlen. Sollte der Tumor gestreut haben, wird evtl. eine kombinierte Strahlen-und Chemotherapie mit anschließender Operation durchgeführt. Liegt bereits ein Stadium vor, in dem eine Operation nicht sinnvoll ist, besteht ggfs. die Möglichkeit einer alleinigen Strahlen-und Chemotherapie oder es wird nur bestrahlt bzw. eine alleinige Chemotherapie erfolgen.

Manchmal ist es erforderlich vor einer Operation zu prüfen, ob diese dem einzelnen Patienten bei Vorliegen einer relevanten Herz-oder Lungenerkrankung zuzumuten ist. Dann wird ein Belastungstest in Form einer sogenannten Spiroergometrie (Kombination aus einem Belastungs-EKG und einer Lungenfunktion) durchgeführt.

Unabhängig vom Tumorstadium und den Begleiterkrankungen sollte die Entscheidung, ob und welche Therapie erfolgt, immer eine individuelle Entscheidung sein. Manchmal ist es sogar sinnvoll, zunächst einmal abzuwarten, um mögliche Einschränkungen der Lebensqualität durch z.B. eine Chemotherapie zu verhindern.

Für den Fall einer erfolgreichen Operation sind anschließend regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen empfehlenswert, welche dazu dienen, mögliche Komplikationen oder auch einen erneuten Tumor oder Metastasen frühzeitig zu entdecken.